schliessen
zum Programmarchiv
Do
27.02
Einlass 19:00 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Eintritt 3,-

Parsimonie

Überfluss/Ausfluss


Jubiläumslesung der Online-Literaturzeitschrift „Das Prinzip der sparsamsten Erklärung”

Literatur ist überflüssig wie ein Kropf. Und da das Leben im Überfluss das schönste ist, wurde 2010 von niedrigeren Wesen befohlen: Gründung einer Literaturzeitschrift! Online, international und prosafixiert muss sie sein und handeln von Anfängen, Rändern und dem Untergrund. Wie eine Faust genau in die Mitte des Gesichts, so präzise sollen die Wörter stehen, so treffend, so klar auch der Name: „Das Prinzip der sparsamsten Erklärung”.
Nur drei Jahre später steht nun die zehnte Ausgabe bevor. „Das Prinzip der sparsamsten Erklärung” konnte es nur durch geschickte Marketingaktionen vermeiden, zur Institution der Münchner Literaturszene zu werden und ist durch skandalöse Indiskretionen auch über die westlichste Stadt Österreichs hinaus bekannt geworden – in Deutschland und im Ausland. Die AutorInnen leben in Seoul, Manchester, Berlin, Jena oder Sigmaringen, aber ihre Texte fügen sich zu einer gemeinsamen Stimmenvielfalt, die sagt: Wir wollen arbeiten, tanzen, lieben, aber vielleicht etwas anders, als ihr denkt und wenn nicht, wollen wir uns zumindest den Traum dieses Anderen erhalten.Es lesen unter anderem:
Katja Bohnet (aus Frankfurt)
Nils-Georg Treutlein (aus Wien)
Jovana Reisinger (aus München)
Moritz Gause (aus Jena)

Die Veranstaltung findet mit Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München statt.

„Das Prinzip der sparsamsten Erklärung“ ist unter www.parsimonie.de zu erreichen (info@parsimonie.de)

SONY DSCDie Körper hinter „Das Prinzip der sparsamsten Erklärung”:

Fabian Bross ist Linguist im Harlekinskostüm. Stammt aus ruhmreicher Familie – sein Großvater erfand unter anderem den Brossecco, den Brossmann und die Brosstata. Bross selbst ist Erfinder des Irokesen (2008), der Lebensrettung durch Linguistik (vorauss. 2015) und hat unter anderem ein Schild am Kühlschrank veröffentlicht, auf dem steht: „Lebensmittel ohne Namen werden weggeschmissen!” (2013).

Elias Kreuzmair hat Probleme: Er weiß nicht, was Literatur ist, obwohl er sie erforscht und unterrichtet. Er ist sich nicht sicher, was eine Universität ist, obwohl er dort arbeitet. Versucht diese Tatsachen durch komplizierte Texte zu verschleiern und so einer Aufdeckung zu entgehen. Als Journalist ist er im Feld der tendenziösen Musikbewertung heimisch. Angeblich weiß er auch nicht, was gute Musik ist.

Markus Michalek  ist Agent. Außerdem nebenberuflicher Gipfelbezwinger und Spezialist für fernöstliche Kampfkunst. Vertritt in diesem Zusammenhang gerne Leute. Dealt mit harten Texten und stellt sich Autoren als Sparringspartner zur Verfügung. Eine Zeitlang pflegte er ein Alter Ego namens Kapinski.

Philip Pfaller isst Linguisten. Seit seiner Jugend leidet er außerdem an einem schwarze Auge, das ihn viel seiner produktiven Lebenszeit kostet. An sich verschwenderisch. Legendär seine Verwandlungsfähigkeit: Trat schon als Hexenmeister, schlanker Jüngling und großspuriger Vortragsredner auf. Soll auch schon als Schriftsteller gesehen worden sein.